Magic Marylin

Kürzlich besuchte ich die Sonderausstellung Private Marilyn – Der Mensch hinter der Kunstfigur Monroe in Basel. Über 700 persönliche Hinterlassenschaften der grossen Marylin Monroe sind da zu sehen, das wollte ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen. Und so stand ich dann ganz rührig und mit einem Kloss im Hals vor den goldenen Riemchensandalen, welche magic Marylin unter anderem im Film «Wie angelt man sich einen Millionär» getragen hatte. Doch auch in anderen Filmen und privat kamen die Schühchen zum Einsatz und so soll sie gar einst gesagt haben, in den Sandalen hätte sie einige ihrer schönsten und glücklichsten Momente erlebt. Ich kenn das ja, ich weiss auch immer, welche Schuhe ich zu welchem Anlass getragen habe.
«Wenn ich immer alle Regeln befolgt hätte, hätte ich es nie zu etwas gebracht»
Marylin Monroe. 
Dann war da noch der blassrosa Seidenmorgenmantel, der mich vor Ehrfurcht erstarren liess. Wobei Miss Monroe im Bett ja bekanntlich nur Chanel No. 5 trug. Und auch beim Anblick ihrer künstlichen Wimpern und ihrer Lockenwickler schlug mein Herz schneller. Das muss  man sich mal reinziehen: Die Wimpern, die in Marylin Monroes Gesicht klimperten und die Lockenwickler, mit denen sie ihre platinblonden Haare zur typischen Monroe-Welle eindrehte! Ich klebte am Vitrinenfenster wie ein Kleinkind am Zuckerwatten-Automaten.
Auch den weissen Kaschmirpullover bestaunte ich mit Tränen der Rührung in den Augen. Vor allem, weil der nach über 50 Jahren noch aussieht wie neu – das nenn ich mal Qualität! Und dann die Agenda, in die Lady Monroe von Hand ihre Termine (Zahnarzt!) eingetragen hatte… Wenn ich mir an dieser Stelle vorstelle, was von Miley Cyrus übrig bleibt, wenn die mal stirbt: Piercings, eine Abrissbirne und Doc Martens, vielleicht noch ein iPhone – damit wird jedenfalls kein Besucher in ein Museum gelockt. All die Dinge hingegen, die Marylin Monroe im Alltag umgaben und die sie täglich in der Hand hielt, sie strahlen eine unerklärliche Magie aus und ich hätte noch Stunden in der Ausstellung verbringen können, wehmütig staunend und fasziniert ob der enormen Aura des toten Hollywood-Stars.
Die Ausstellung ist noch bis am 6. April im Spielzeug Welten Museum in Basel zu sehen. Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr / Eintritt: CHF 7.-
www.spielzeug-welten-museum-basel.ch

Foto: Alfred Eisenstaedt, © getty images

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Dieser Beitrag wurde am 18. Januar 2014 um 09:42 veröffentlicht. Er wurde unter Aufgefallen abgelegt und ist mit , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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